Die besten Sightseeing-Touren in New Orleans

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von Hertz - 06 Juni 2018

New Orleans ist die multikulturelle Südstaatenschönheit im Mississippi-Delta. Die von einem Franzosen gegründete Stadt besteht schon seit über 300 Jahren, trotzdem ist sie immer wieder neu und aufregend.

Wenn Sie New Orleans zum ersten Mal besuchen, lassen Sie sich die vielen schillernden Facetten auf geführten Sightseeing-Touren zeigen. Wir haben für Sie vier der abwechslungsreichsten Routen genauer erkundet.

„Swamp Tours“ durch das Sumpfland

New Orleans ist von faszinierendem Sumpfland umgeben. Nehmen Sie sich Zeit für eine Bootsfahrt durch die zahlreichen, von Algen grün gefärbten Wasserwege. An den Ufern werfen Sumpfeichen und Zypressen ihre Schatten. Spanisches Moos hängt in dicken Strähnen von den Bäumen, und im Unterholz verstecken sich kleine und größere Tiere.

Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Bootstypen. Ideal für die zum Teil sehr schmalen Gewässer sind Kayaks, und das gemächliche Tempo erlaubt es Ihnen, die Umgebung mit allen Sinnen zu erleben. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden Sie die berüchtigtsten Sumpfbewohner sichten können: Alligatoren sind hier weit verbreitet. Doch keine Sorge, diese meiden den Kontakt mit Menschen.

Wildschweine, Weißkopfseeadler (das Wappentier der USA), Reiher, Nerze und Schildkröten sind ebenfalls in den Sümpfen beheimatet. Sie sind nur eine halbe Stunde mit dem Mietwagen aus New Orleans entfernt und umgeben die Stadt zu allen Seiten.

Gruseltouren durch die Stadt


St Louis Friedhof in New Orleans

Zeitlos-verwunschen sind auch die historischen Friedhöfe, die nicht nur interessante Einblicke in die Geschichte der Stadt geben. Viele der Gräber gelten sogar als verflucht.

Doch diese Touren sind nichts für schwache Nerven: Der Geschichte nach soll die Voodoo-Priesterin Marie Laveau jedes Jahr am Johannistag ihre Grabstätte im St Louis Cemetery No 1 verlassen und die Prozession der Gläubigen anführen. Zu erkennen ist die 1881 gestorbene Voodoo-Königin der Stadt der Legende zufolge an ihrem geknoteten Halstuch.

Jahrzehntelang hielt sich das Gerücht, dass Marie Laveau Wünsche erfüllen kann. Entsprechend viel besucht war ihr Grabmal, bis es 2013 das Ziel von Vandalismus wurde. Um die Grabstätten zu erhalten, kann der älteste Friedhof in New Orleans inzwischen nur noch mit einer geführten Tour besucht werden.

Wie so viele der faszinierendsten Gestalten aus der Vergangenheit New Orleans lebte die Voodoo-Priesterin im legendenumwobenen French Quarter, das noch immer die Hauptattraktion der Stadt ist. Millionen von Besucher kommen Jahr für Jahr her, um das Flair des kleinen Viertels zu erleben.

Architektur und Kultur im French Quarter

Viele der von spanischer Architektur beeinflussten Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Als nach der Eingliederung Louisianas in die Vereinigten Staaten die englischsprachigen Anerikaner kamen, wurde Canal Street zur Trennungslinie zwischen den französisch-sprachigen Kreolen und den neuen Herren.

Einwanderer aus Europa machten das französische Viertel immer multikultureller. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen schließlich Künstler und ließen sich hier nieder. Musik spielte hier schon immer eine große Rolle. New Orleans gilt als Geburtsstätte des Jazz: die Mischung aus dem Blues und Ragtime wurde von afro-amerikanischen Komponisten und europäischer Musik beeinflusst. Je populärer Jazzmusik Anfang des 20. Jahrhunderts wurde, desto mehr unterschieden sich die regionalen Stile.

Noch heute finden Sie Jazz-Clubs an jeder Ecke des French Quarters, und jedes Jahr im Frühling lockt das New Orleans Jazz & Heritage Festival Besucher aus aller Welt an. Aber New Orleans ist auch ein Paradies für Feinschmecker: Entdecken Sie unerwartete kulinarische Köstlichkeiten bei einer Sightseeing-Tour.

Aufregende Foodie-Touren


Cajun-Küche: Gumbo

Die Cajun- und kreolische Küche haben beide ihre Wurzeln bei den französischstämmigen Einwohnern. Dabei ist Cajun die rustikalere Variante, mit viel Mais, Okra, Chili, Zwiebeln, Schwein und Geflügel sowie Fisch aus den Sümpfen. Die kreolische Küche liebt es scharf gewürzt, mit Tabasco, Chili und Cayennepfeffer.

Einflüsse von den Ureinwohnern Amerikas sowie aus Westafrika, Spanien und sogar aus Deutschland haben die regionale Küche in Louisiana geprägt. Zu den Spezialitäten, die Sie unbedingt probieren sollten, gehört Gumbo - ein herzhaft-würziger Eintopf mit einer Basis aus Tomaten, Okra und den gemahlenen Blättern des Sassafrasbaums. Krabben, Shrimps, Geflügel oder geräucherte Würstchen runden das Gericht ab und als Beilage wird Reis serviert. Doch Vorsicht, Gumbo kann sehr scharf sein.

Jambalaya ist ein an Paella erinnerndes, geschmortes Gericht aus Reis, Gemüse, Fleisch oder Fisch mit Zwiebeln, Staudensellerie und Gemüsepaprika. Flusskrebse sind schon lange vom einfachen Essen zur Delikatesse avanciert. Genießen Sie sie als Crawfisch Etouffee, einem Reisgericht, oder als Pastete.

Feinschmecker schwören auch auf die einfachste Variante. Mehrere Pfund Flusskrebse werden mit Gewürzen, Kartoffelstücken, Mais, Zwiebeln oder auch Champignons und Räucherwurst gekocht und auf einem großen Tablett serviert.

Dauert Ihnen das zu lange, können Sie sich auch mit einem Po-Boy begnügen. Das ist offiziell ein Sandwich, aber mit Zutaten wie heißem Roastbeef  mit Bratensoße oder frittierten Krustentieren, Eisbergsalat, Tomate und Gurke wird aus dem belegten Brot eine Delikatesse. Sie werden die Stärkung brauchen, um genug Energie für einen gründlichen New Orleans-Besuch zu haben.