Was kann man in San José tun?

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von Hertz - 17 Dezember 2018

Wer auf der Suche nach dem perfekten Reiseziel ist, wird von San José nicht enttäuscht werden, denn die Gegend ist sowohl für eine traumhafte Städtereise als auch für einen entspannten Natururlaub ideal. Entdecken Sie eine erstklassige Restaurantszene und den unverkennbar kalifornischen Lifestyle - relaxt und dennoch bunt und abwechslungsreich. Und das Beste ist, mit durchschnittlich 300 Sonnentagen im Jahr muss man hier fast nie mit schlechtem Wetter rechnen.

Eine spannende kulturelle Vielfalt und eine faszinierende Geschichte warten nur darauf, in San José entdeckt zu werden. Dennoch ist die Hauptstadt des Silicon Valleys noch immer ein wohlgehüteter Geheimtipp unter internationalen Urlaubern, da sie nach wie vor im Schatten von San Francisco und Los Angeles steht.

Dabei ist diese untergeordnete Rolle eigentlich unverdient, denn San José ist nicht nur eines der führenden Hightech- und IT-Industriezentren der Welt, sondern auch eine Stadt mit einer überraschend entspannten aber vielseitigen Downtown und einer Geschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht.

Von mysteriösen Häusern und multikulturellen Märkten bis hin zu technologischem Zukunftsdenken und Wanderungen in den wunderschönen Santa Cruz Mountains - entdecken Sie, was San José und das Silicon Valley alles zu bieten haben.

Winchester Mystery House


Winchester Mystery House in San José

Das Winchester Mystery House fasziniert Menschen bereits seit über 100 Jahren. Die Bauarbeiten an dem skurrilen Bau begannen Ende des 19. Jahrhunderts, wurden jedoch erst in den 1920ern vollkommen beendet. Die Auftraggeberin und Bewohnerin des viktorianischen Hauses war Sarah Winchester, die Witwe des Gewehrfabrikanten William Winchester.

Mysteriös ist das Winchester Mystery House aber vor allem aufgrund seiner Innenräume. Erst, wenn man über die Türschwelle geschritten ist, sieht man, dass der Bau keinen richtigen Bauplan hatte. Stattdessen ist es ein Haus mit unzählig vielen Ecken und Winkeln, in dem nichts wirklich Sinn macht.

So sehen Sie hier Treppen, die bis an die Decke führen, Fenster im Fußboden und sogar eine Tür, die in einen dreieinhalb Meter tiefen Abgrund führt. Bei Führungen scherzt man deshalb auch häufig, dass die Tür in das Zimmer der Schwiegermutter führt.

Über 160 Räume, 1.000 Fenster, 47 Kamine, 40 Schlafzimmer, 17 Schornsteine und zahlreiche Geheimgänge beherbergt das Haus über vier Etagen. Zudem taucht die Zahl 13 unheimlich oft auf. So gibt es im sogenannten Seance Room zum Beispiel 13 Mantelaufhänger und nicht selten setzte man auch bei der Anzahl der Deckentäfelungen auf die unheilbringende Dreizehn.

Spekulationen darüber, warum Sarah Winchester ihr Haus auf eine so seltsame Art und Weise erbauen ließ, gibt es viele. Eine mögliche Erklärung, von der man immer wieder hört, soll ihre Furcht vor Geistern gewesen sein. Vor allem soll sie sich vor den Geistern der Menschen, die durch die Waffen ihres Mannes gestorben sind, gefürchtet haben. Um sich vor ihnen zu schützen, verwandelte sie ihr Wohnhaus in ein Labyrinth, das als Versteck diente.

Das Winchester Mystery House ist mittlerweile zu einer der meistbesuchten Attraktionen der Region geworden. Ein prominenter Besucher, der sich von dem einzigartigen Bau inspirieren ließ, war der Horror-Schriftsteller Stephen King. Das einzigartige Haus diente ihm als Vorlage für sein Drehbuch Haus der Verdammnis (2002).

Wer das Winchester-Haus gerne besuchen möchte, findet es im Südwesten von San José unweit der Downtown. Mit dem Auto kann es ganz leicht über die I-280 oder die I-880 erreichen. Preise für eine Führung durch ca. 110 der Räume variieren zwischen 20 und 49 US-Dollar.

Mount Hermon Adventures


Hochseilgarten in San José

Wer auf der Suche nach einem echten Abenteuer ist, sollte sich an Mount Hermon Adventures in Santa Cruz County wenden. Klettern Sie zum Beispiel im berühmten Hochseilgarten und machen Sie bei einer der interessanten Redwood Canopy Tours durch die imposanten Mammutbäume mit. Hangeln Sie sich über Seilrutschen und Brücken von einem Ast zum anderen, und lernen Sie gleichzeitig mehr über dieses faszinierende Ökosystem.

Wer bei der Canopy Tour mitmachen möchte, sollte auf jeden Fall schwindelfrei sein, denn man befindet sich teilweise in einer Höhe von bis zu 45 m. Zudem müssen alle Teilnehmer über zehn Jahre alt und mindestens 132 cm groß sein. Das Gewicht der Teilnehmer sollte zwischen 34 und 113 kg liegen. Die Preise variieren je nach Saison, liegen aber normalerweise zwischen 90 und 100 US-Dollar.

Ein weiteres Abenteuer erwartet Sie im Kletterwald Sequoia Aerial Adventure. Wählen Sie Ihren gewünschten Schwierigkeitsgrad aus und klettern Sie auf einer von drei Routen durch die majestätischen Bäume. Dabei durchlaufen Sie verschiedene Stationen, müssen Netze heraufklettern und über schwingende Baumstämme balancieren. Stellen Sie sich der Herausforderung und haben Sie vor allem Spaß.

Für die Anfahrt braucht man über die California State Route 17 S ca. 45 Minuten. Und wer möchte, kann sich hier auch eine GoPro ausleihen, um nicht zu riskieren, seine eigene Kamera in schwindelerregender Höhe fallen zu lassen. Für einen Preis von ca. 35 US-Dollar können Sie anschließend die 16-GB-SD-Karte mit vielen tollen Erinnerungen mit nach Hause nehmen.

Castle Rock State Park und Hakone Gardens


Hakoni Gardens in San José

Zwar kann man in San José Großstadtluft schnuppern, doch heißt das nicht, dass man auf erholsame Natur und spektakuläre Landschaften verzichten muss. Ganz im Gegenteil - rund um San José gibt es viele natürliche Highlights zu entdecken. Von wilder Küste über grüne Wälder bis hin zu romantischen Weinbergen bietet dieser Teil Kaliforniens alles, was sich das Outdoor-Herz nur wünschen kann.

Besuchen Sie den Castle Rock State Park wenige Kilometer südwestlich von San José. Der State Park liegt in der Nähe der Santa Cruz Mountains in Los Gatos. Mit dem Mietwagen in San José brauchen Sie für die Strecke ca. 20 Minuten.

Hier erwartet Sie ein echtes Wanderparadies. Von gemütlichen Spaziergängen bis hin zu herausfordernden Exkursionen gibt es Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Zudem ist der Park auch bei Kletterern und Naturliebhabern äußerst beliebt.

Entdecken Sie riesige Tannen und Küstenmammutbäume und genießen Sie die vielen Ausblicke auf die typisch kalifornischen Schluchten und Felsformationen. Man muss den Park jedoch nicht zu Fuß erkunden. Sie können ihn auf wahre amerikanische Art und Weise bei einem Ausritt kennenlernen.

Bei den Hakone Gardens handelt es sich um eine der ältesten japanischen Gartenanlagen in der westlichen Hemisphäre. Die Geschichte des Gartens begann bereits im Jahre 1915 und seit 2013 ist er Teil des National Register of Historic Places. Knapp eine halbe Stunde braucht man für die Fahrt von San José bis zum Garten mitten in der grünen Hügellandschaft von Saratoga südwestlich der Stadt.

Der 73.000 m² große Garten überblickt das Silicon Valley und bietet Ruhe und Erholung. Spazieren Sie am Karpfenteich entlang über die japanische Brücke und durch die wunderschönen Bambusgärten. Die Anlage wurde bis ins kleinste Detail geplant und ist sowohl eine erholsame Oase als auch ein harmonisches Kunstwerk.

Eine Stadt mit Zukunftsvision


Das Tech Museum in San José

Im starken Kontrast zu der zeitlosen Schönheit der Hakone Gardens steht San Josés Ruf als Technologiehauptstadt der Welt. Nur wenige Kilometer westlich der Stadt im benachbarten Los Altos baute Steve Jobs in einer Garage den ersten Apple-Computer und mittlerweile haben sich in und rund um San José über 6.600 IT- und Technologieunternehmen niedergelassen - darunter zum Beispiel auch große Konzerne wie PayPal, Adobe und eBay.

Es gibt keinen Ort, an dem man Technologie besser erkunden kann als im Tech Museum of Innovation. Das Museum befindet sich gegenüber vom Plaza de César Chávez. Ausstellungen zu den verschiedensten Themenbereichen zeigen Robotertechnik und Weltraumforschung sowie Genetik und virtuelle Realität. Auch ein großes IMAX-Kino gehört zum Komplex. Das Kino verfügt über ein digitales Surround-Sound-System und eine riesige Leinwand, die über acht Etagen reicht.

Das Tech Museum of Innovation ist eines der besten Technologiemuseen der Welt. Es bietet interaktive Ausstellungsstücke und inspirierende Programme, von denen einige sogar von der Eliteuniversität Stanford und der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA gefördert werden. Ziel ist es, die Neugierde der Besucher für die Technologie unserer Welt und die Wunder unseres Universums zu wecken.

Das astronomische Lick-Observatorium wird von der University of California betrieben wird und befindet sich auf der Spitze von Mount Hamilton in einer Höhe von ca. 1.300 m.

Von San José aus braucht man knapp eine Stunde, um den östlich gelegenen Berg zu erreichen. Trotz der Nähe zur großen Stadt und ihrer nächtlichen Beleuchtung kann das Observatorium noch immer als Forschungsstation genutzt werden, da in seinem näheren Umfeld auf exzessive Beleuchtung verzichtet wird.

Besucher können unter anderem das Original-Gebäude aus dem Jahr 1888 besichtigen. Vor allem die prächtige Innenausstattung aus Eiche und Marmor beeindruckt hier. Bestaunen Sie auch den Great Lick Refractor und genießen Sie die Aussicht vom Berg auf das Santa Clara Valley. Das Observatorium kann auch bei Dunkelheit besucht werden, jedoch muss man dafür bereits im Voraus Tickets buchen. Überprüfen Sie auch die Öffnungszeiten, um Enttäuschungen zu vermeiden.

Bei Kalifornien denken die meisten Menschen direkt an Städte wie San Francisco oder Los Angeles. San José spielt bei internationalen Touristen eher eine untergeordnete Rolle. Dabei muss sich die inoffizielle Hauptstadt des Silicon Valleys nicht verstecken. Mieten Sie einen Mietwagen in San José und entdecken Sie eine faszinierende und abwechslungsreiche Seite von Kalifornien, die bisher nur die wenigsten kennen.